Samstag, 16. Mai 2026

Retrowave Linux ausprobiert

Ich habe ein paar Tage kurz das Retrowave Linux ausprobiert. Einmal auf dem Laptop als Live-System und anschließend nochmal auf dem Desktop in eine virtuelle Maschine installiert. Vom Design her ist der Enlightenment Desktop hier an die 80er Jahre angelehnt und ist letztendlich ein Leichtgewicht unter den Oberflächen, die sehr gut für ältere und betagtere Geräte taugt. Natürlich gibt es auch andere Themen zur Auswahl und auch sonst scheint man die Oberfläche gut nach seinen Bedürfnissen einstellen zu können. 

Auf dem Laptop gefiel mir das System beim Ausprobieren recht gut. Und ich würde es wirklich gern in Betracht ziehen, wenn ich nicht schon so sehr an Linux Mint gewöhnt wäre. Gut finde ich z.B. dass das System ebenfalls auf Debian aufbaut, somit wäre die Umgewöhnung nicht so krass. Viele Dinge kann man deshalb genauso handhaben, wie unter Mint. Spaßeshalber fügte ich das Gambas Repository dazu und probierte meinen L-Commander aus. Ja, der lief auch auf diesem Linux. Leider verursacht der Zugriff auf den Server einen Absturz, weil hier der Code entsprechend angepasst werden müsste. Die Befehle unter anderen "Terminals", "Programmen" und "Desktops" sind nun mal nicht gleich. 

Auf dem Desktop PC in der virtuellen Maschine (virt-manager) zeigte sich das System wirklich schnell. Die Installation ist mit einigen Fragen verbunden und genau hier sollte man sich etwas Zeit nehmen, denn nicht alles, was man ankreuzen kann, ist gut bzw. sinnvoll. Für genauere Infos schaut man am besten auf der Elive Internetseite vorbei und findet sicherlich auch etwas auf YouTube dazu. Nach der Installation hatte ich Probleme mit der Musikausgabe und auch bei einigen Interaktionen flog ich manchmal aus dem Desktop und musste mich am Anmeldebildschirm neu einloggen. Auch die Anzeigeauflösung konnte ich nicht auf passendes WQHD stellen. Warum das so ist, keine Ahnung. Ich vermute es hat etwas mit dem Kernel (6.11) und meiner aktuellen RX9070 zu tun. Deshalb konnte mich das Retrowave Linux doch nicht ganz überzeugen. Da es sich um eine stabile Version 3.8.50 von Ende März 2026 handelt, könnte ich mir vorstellen diese Probleme einfach in den Griff zu bekommen, wenn ich ernsthaft eine Installation in Erwägung ziehen würde. Für meinen aktuellen PC kommt dies aber nicht in Frage. Aber wie gesagt, für ältere Hardware scheint dies ein wirklich brauchbares Linux zu sein.     

Samstag, 9. Mai 2026

Conky - IP Adressen anzeigen lassen

Letztens hatte ich ja meine conky.rc Datei hier im Blog angegeben. Dort wird eigentlich auch die öffentliche IPv4 und IPv6 Adresse angezeigt. Leider scheint das so nicht mehr zu funktionieren. Irgendwas ist faul am alten Befehl zur Ermittlung. 

Deshalb hier die neuen Zeilen, die man ändern muss, um weiterhin das gewollte Ergebnis zu bekommen:

${color #d90070}IP lokal :       $color ${addr wlp6s0} ${offset 10} 
${color #d90070}IPv4 global :    $color ${execi 7200 curl -4 ifconfig.me}   
${color #d90070}IPv6 global :    $color ${execi 7200 curl -6 ifconfig.me

Die alten wget Angaben muss man löschen bzw. entsprechend ergänzen, dann klappt's auch wieder.  

Samstag, 25. April 2026

Neues Ubuntu ist erschienen

Die neuste Version von Ubuntu (26.04) ist seit Donnerstag raus und trägt den niedlichen Namen „Resolute Raccoon“. Wieder einmal wurden viele Dinge erneuert und auf aktuellen Stand gebracht. Neben Wayland, Gnome 50 und Kernel 7.0 bietet dieses Release natürlich eine Langzeitunterstützung an. 5 Jahre bzw. bis zu 15 Jahre für Pro-Kunden versprechen die Herausgeber. Geändert haben sich aber auch die Systemvoraussetzungen, welche einen Zweikernprozessor, mindestens 6 GB Ram und einen 25 GB großen Festplattenplatz voraussetzen. Wer Interesse hat, bekommt hier den kostenlosen Download für das neue Ubuntu Linux. Viel Spaß damit.  

Samstag, 18. April 2026

Wann erscheint Linux Mint 23 ?

Wann wird das neue Mint erscheinen? 

Im offiziellen Mint-Blog gibt es darauf eine Antwort, die vielleicht nicht jedem gefällt. Denn zukünftig wollen sich die Entwickler mehr Zeit genehmigen. Ist das eine gute Nachricht? Ja, vielleicht. So wird man die neue Mint-Version besser abstimmen und ausgereifter auf den Markt bringen können. Ist das ein guter Zeitpunkt für diese Nachricht? Nein, ich glaube der Zeitpunkt ist schlecht gewählt. Man hätte, meiner Meinung, Linux Mint 23 ganz normal im Sommer veröffentlicht und gleichzeitig die Nachricht des längeren Zyklus dann ankündigen sollen. Somit wäre die Entscheidung verträglicher für alle Nutzer gewesen. 

Dennoch ist die Überlegung nicht neu, kommt also nicht aus heiterem Himmel und wird nun zeigen, ob dies der richtige Schritt für Mint sein wird. Andere Distributionen, z.B. CachyOS, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Gerade für User, die neuere und neuste Hardware verwenden, wird Mint daher nicht die erste Wahl sein. Vor allem nicht, wenn mit dem längeren Release-Zyklus auch die Kernel "älter" werden. Andererseits tut das der Stabilität gut, aber dafür gibt es auch ein Debian. 😕