Montag, 9. Oktober 2017

Daten automatisch verschlüsseln mit Hilfe von ecryptfs

Auf dem eigenen PC oder Notebook gibt es sicherlich ein paar Dateien/Daten, die man gern geschützt weiß. Z.B. die privaten PGP Schlüssel, oder die Passwortliste, oder die Steuererklärungen, usw. Unter Linux Mint kann man sich ganz einfach des Tools ecryptfs bedienen.
Führt man die folgende Befehlszeile in einem Terminal aus, bekommt man ein neues Verzeichnis "Private" in seinem Home-Ordner angelegt.
 
ecryptfs-setup-private

In dieses kann man seine sensiblen Daten verschieben. Nach dem Abmelden des Benutzers wird dieser Ordner automatisch verschlüsselt. Wenn man sich wieder anmeldet wird das Verzeichnis natürlich wieder entschlüsselt.
Beim Ausführen des obigen Befehls wird zuerst nach dem Login-Passwort (also dem eigenen Benutzerpasswort) gefragt, welches man eingibt und anschließend nach einer zweiten Passphrase, wo man aber nichts eingeben muss, sondern sich diese erstellen lassen kann. Ob alles funktionierte testet man am besten, indem man sich einmal ab- und wieder anmeldet. Nun findet man den Ornder "Private" in seinem Benutzerverzeichnis.

Bei der Erstellung werden noch zwei weitere, versteckte Ordner angelegt. Einmal "~/.Private" und einmal "~/.ecryptfs". Im ersten sind die verschlüsselten Daten und im zweiten Verzeichnis befinden sich die Zugriffsdaten/Schlüssel. Eine Sicherung dessen, zumindest des Ordners .ecryptfs, ist anzuraten. Ebenfalls muss man die erstellte Passphrase auslesen, am besten aufschreiben und sicher aufbewahren. Bei einem beschädigtem System kommt man sonst nicht mehr an die Daten heran! Das Auslesen erfolgt wieder im Terminal über die folgenden Befehle. 


cd .ecryptfs/
ecryptfs-unwrap-passphrase
 
Zuerst wechselt man in das versteckte Verzeichnis .ecryptfs. Der zweite Befehl liest die angelegte Passphrase aus, nachdem man mit dem Login-Passwort bestätigt hat. Die ausgegebene Zeichenkette unbedingt notieren/kopieren und sicher (also getrennt vom System) aufbewahren.

Ecryptfs kann aber noch mehr als nur ein Verzeichnis verschlüsseln. Man kann auch seinen kompletten Home-Ordner damit absichern. Wer mehr erfahren möchte dem empfehle ich die Wiki-Einträge der Seite Ubuntuusers.de zu studieren. Hier bekommt man Infos, auch bei Problemen bzgl. ecryptfs-utils.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Cossacks 3 für Steam OS, Ubuntu und Linux Mint

Irgendwie an mir vorbei gegangen, ist die Veröffentlichung von Cossacks3 für Linux. Ich glaub im Juni oder Juli kam das Update.
Rein zufällig schaute ich gestern in meine Steamoberfläche unter Linux Mint 18.2 und bemerkte die Änderung der Spielanzahl, welche für SteamOS & Linux gelten. Cossacks stand nun für Linux zur Verfügung. Natürlich lud ich es gleich herunter um es auszuprobieren.
Heute nun ein kurzer Test. Nach dem Start kommt erst mal der Konfigurationsdialog. Dort kann man die Einstellungen entsprechend seiner Hardware auswählen. Zumindest das, was jetzt angeboten wird. Ich wählte natürlich HIGH und die deutsche Sprache und anschließend den Start des Spiels. 
Was mir sofort auffiel, Tonaussetzer und Stocker in der Musik, selbst im Menü, wo ca.250 FPS mal locker angezeigt wurden.
Auch im Game selbst, immer wieder Stocker und Aussetzer der Musik. Entsprechend schwankten hier auch die Bildraten. Zwischen ca. 120 und 2 FPS bekam ich alle möglichen Werte angezeigt bzw. zu spüren, trotz potenter Hardware. Eine Änderung der Grafik-Einstellungen auf Medium und auf Low brachten kaum Besserung. Damit befindet sich Cossack3 zurecht noch im Beta Stadium unter Linux.  

Im Homeverzeichnis erstellt das Game einen Ordner. In diesem findet man ein paar nette Textdateien, welche sich sicherlich auch bearbeiten lassen. Ebenso eine hardware.info Datei, welche Auskunft über die HW geben soll? Hier sind einige Werte 0 und als "NumCores" steht bei mir hier nur =1. Für mich fraglich wieso das so ist. Eventuell bringt ja eine Änderung dessen etwas mehr "FLÜSSIGKEIT" ins Spiel. Merkwürdig, nach dem 2. Start auf Einstellung Medium läuft das Spiel mit ca. 80FPS, ohne Aussetzer. Woran das liegt, kann ich leider nicht sagen.  
Hat jemand schon Optimierungen mit Cossacks3 unter Linux ausprobiert?

Update: Also derzeit bin ich recht begeistert. Cossacks3 läuft recht flüssig und stabil. Von mir als absolut "Empfehlenswert" für Linux eingestuft!     ;-)