Sonntag, 21. April 2013

DOSBOX - alte Dos-Spiele unter Linux Mint

Wer noch uralte Software für das Betriebssystem DOS sein eigen nennt kommt um DOSBox nicht herum.
DOSBox ist ein Programm, mit welchem man das gute alte DOS emuliert. So ist es möglich auch mal uralte Klassiker wiederzubeleben. Aber auch andere Sachen, wie z.B. Norton Commander oder Tempest sollten damit funktionieren. Über Sinn & Unsinn kann man natürlich streiten, jegliche Anwendung heutzutage ist dieser damaligen Software überlegen. Aber die alten Spiele haben halt ihren Charme und genau dafür ist Dosbox gedacht.

Unter Linux Mint installiert man das Paket einfach über die Softwareverwaltung. Normalerweise ist die aktuelle Version hier enthalten. Was fehlt ist die deutsche Sprachdatei. Diese kann man aber über die Downloadseite von DOSBox beziehen. Natürlich stehen auch andere Sprachen zur Verfügung. Das heruntergeladene ZIP-Archiv öffnet man und entpackt die darin enthaltenen Dateien in den versteckten Ordner .dosbox im Benutzerverzeichnis. Sieht man die versteckten Ordner nicht hilft die Tastenkombination Strg+H, zumindest unter dem Mate-Desktop. Startet man DOSBox nun aus dem Menü / Spiele sollte die gewünschte Sprache eingestellt sein.
DOSBox schon eingestellt.

Das reicht aber noch nicht um seine alten Spiele zu spielen. Wie in der blauen Box angegeben hilft der Befehl INTRO um eine kleine Anleitung zu den gültigen Befehlen auszugeben.
Auf meinem Bild wird man feststellen das ich noch einiges eingegeben habe. Das mache ich natürlich nicht jedes mal neu. Man kann dazu die vorhandene Konfigurationsdatei entsprechend seinen Wünschen anpassen. Es gibt natürlich auch grafische Programme, die DOSBox einstellen können, aber Verständnis halber ist das manuelle Editieren vorzuziehen.

Vorher sollte man sich aber im Klaren sein, wie DOSBox funktioniert. 
Das Programm setzt quasi ein virtuelles Laufwerk C voraus. Dazu muss man einen beliebigen Pfad per mount Befehl zum Laufwerk C erklären. Am besten man legt sich dazu im eigenen Home-Verzeichnis einen extra Spieleordner an (hier als Beispiel - /Spiele). In diesen Ordner kopiert man dann alle DOS-Programme, welche man nutzen will. Hat man dieses Verzeichnis unter Dosbox "gemountet" kann man darauf zugreifen. Der Befehl lautet: mount c ~/Spiele gefolgt von Enter. Für den Zugriff gibt man einfach c: ein und bestätigt mit Enter. Wer wissen will was unter C:\ vorhanden ist benutzt den Befehl dir und mit einem cd Verzeichnisname kommt man in den passenden Ordner. Will man einen Schritt zurück hilft ein cd.. und man gelangt eine Ebene höher. Ist man im gewünschten Verzeichnis des Spiels kann man nun die ausführbare Datei per Aufruf starten (meist .EXE oder .BAT oder .COM Dateien) und sich dem Flair der alten Ära hingeben. Manche Spiele muss man vorher installieren, da hilft ein Aufruf der Install.exe oder Setup.exe. Die Installation sollte ohne Probleme möglich sein.

Damit DOSBox sich die Einstellungen merkt und man nicht jedesmal alle Befehle neu eingeben muss, editiert man die Konfigurationsdatei dosbox-0.74.conf im versteckten Ordner .dosbox mit einem Editor.
Erklärungen was welche Schalter bewirken, sind in dieser Datei vorhanden. Wer z.B. Vollbild möchte ändert fullscreen=false in fullscreen=true. Interessant ist ganz unten der Autostartbereich. Dieser wird nach dem obigen Beispiel so angepasst: 
[autoexec]
# Lines in this section will be run at startup.
# You can put your MOUNT lines here.
keyb gr
mount c ~/Spiele
c:
Die drei Befehle bedeuten nicht anderes als 1. lade die deutsche Tastatur, 2. Laufwerk C ist der Ordner /Spiele, 3. wechsle nach Laufwerk C. Und wer jetzt Lust bekommen hat, das alles mal selbst auszuprobieren dem kann ich noch diese Seite empfehlen. Hier gibt es ein paar Dos-Spiele als Shareware und auch als Vollversionen.

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