Freitag, 2. Januar 2026

L-Commander 0.1.9 - HAPPY NEW YEAR

Happy new year - mit dem L-Commander in Version 0.1.9

Zum Jahresstart gibt es von mir eine neue Version des LC. Auch dieses Release bekommt einige Fehlerkorrekturen verpasst, aber auch neue Funktionen sind enthalten.

Stück für Stück entwickelt sich das kleine Programm in einen richtigen Zwei-Fenster Dateimanager. In der vorigen Version kämpfte ich noch mit dem Verhalten von Auswahl bzw. Doppelklick in den verschiedenen FileView Darstellungen. Es ist nämlich ein Unterschied, ob man eine normale Ansicht oder eine detaillierte Ansicht im FileView anzeigt. Es hat unterschiedliche Auswirkungen auf bestimmte Tastenfunktionen und sonstige Verhaltensweisen. Dank Chat GPT konnte ich dieses Problem analysieren und lösen. Generell benutze ich die KI neuerdings öfters zum Thema Programmierung. Bringt sie doch wesentliche Vorgehensweisen bei bestimmten Aufgaben schnell auf den Punkt. Mit ihrer Hilfe verstehe ich manchen Code besser. Natürlich funktionieren oft die genannten Codezeilen nicht auf Anhieb, denn Gambas 3 hat einige Eigenheiten, die die KI gar nicht kennt. So ist es nicht verwunderlich das ich 4 - 5 Fehler im genannten Code erhalte und diese erst mit der KI ausdiskutieren und untersuchen muss. Doch irgendwann komme ich auf die Lösung und erhalte sofort weiterführende Funktionen angeboten. 

Eine davon ist der neue Rechte-Dialog, den der LC nun inne hat. Über das jeweilige Kontextmenü kann man diesen aufrufen. Die ausgewählte Datei oder der ausgewählte Ordner kann so in seinen vorhandenen Rechten erweitert oder eingeschränkt werden. Besitzer- und Gruppenname werden auch angezeigt.

LC - Rechtedialog

Ebenso neu ist die Verwendung der Taste "M" bzw. "#" für die Anzeige der Datei- oder Ordnergröße. Es werden die ausgewählten Ordner und Dateien in ihren Größen zusammengezählt und der belegte Speicherbedarf angezeigt. Ordner werden rekursiv gezählt, also samt Unterordner. Da das Ganze bei großen Verzeichnissen eine Weile dauern kann und das Programm in dieser Zeit quasi blockiert wird, zeigt die Software LED in gelber Farbe optisch die aktive Ausführung an. Eine Abbruchfunktion habe ich nicht extra eingebaut, da ich sie vernachlässigbar halte. Eine Prüffunktion für den Kopier- oder Verschiebevorgang, der den Speicherplatz auf dem Zieldatenträger checkt, plane ich für eine spätere Programmversion.

   Irgendwie hatte ich ein Fehler in der Kopierfunktion eingebaut, indem das FileView in der Schleife aktualisiert wurde. Dabei brach die Schleife ab und es wurden die folgenden Dateien nicht weiter kopiert. Das sollte natürlich nicht so sein. Die Aktualisierung erfolgt nun erst bei Funktionsende. Zu beachten wäre aber dennoch, dass das Kopieren ohne Rücksicht überschreibt. Eine Prüfung vorhandener, gleichnamiger Dateien erfolgt nicht. Im Gegensatz die Verschiebefunktion. diese lässt bereits vorhandene, gleichnamige Dateien aus, macht aber jetzt auch richtigerweise weiter mit der folgenden Auswahl. 

Die Tastenkombination Strg + L löscht nur die beiden Favoriten 1 & 2. Den Hinweistext habe ich entsprechend berichtigt. Der Favorit / Liebling 0 wird dabei nicht gelöscht. Dies erfolgt nur nach Hinweisdialog, wenn man den Favorit 0 neu belegt, in dem man eine Neubelegung über das Kontextmenü aufruft.

Nochmal zum Verständnis. Die Favoriten 1 & 2 sind Schnellzugriffe auf Ordner, die man über den Verzeichnisbaum festlegen kann. Favorit 0 dagegen, kann auch eine Datei statt ein Ordner sein. So hat man einen Schnellzugriff auf eine bestimmte Datei, die sofort mit der zugehörigen Anwendung geöffnet wird. Nicht vergessen, gelöschte und neu belegte Lieblinge müssen über den Einstellungsdialog abgespeichert werden.

 Die Schnellwahltasten 3,4,5 sind für USB Datenträger vorgesehen. Diese werden automatisch mit den eingebundenen Datenträgern belegt (Tatste F12), welche aktuell durch das Betriebssystem eingebunden wurden. Der L-Commander ist noch nicht in der Lage Datenträger selbstständig zu mounten. Hat ein USB Stick mehrere Partitionen, z.B. zwei, so werden diese auf die Schnellwahl gelegt. Das heißt, Partition 1 wird Taste 3 sein und Partition 2 wird der Taste 4 zugewiesen. 

Jetzt möchte ich noch kurz auf die Systemvoraussetzung für den L-Commander eingehen. Dies gilt im Übrigen auch für meine anderen Programme. Da ich selbst mit der aktuellen Gambas Version programmiere und diese derzeit die Versionsnummer 3.21.1 aufweist, kann ich nur sagen, das meine Programme mit dieser Version funktionieren. Auch die bereitgestellten DEB-Pakete benötigen diese Version, um die Abhängigkeiten auflösen zu können. Dies erfordert im aktuellen Linux Mint und anderen Distributionen die Einbindung des stets aktuellen Gambas Repository. Wie das funktioniert steht in einem anderen Blogeintrag von mir erklärt. Es ist aber nicht zwingend! Man kann auch den L-Commander selber zu einem ausführbaren Programm bauen, indem man den Quellcode von GitHub herunterlädt, diesen entpackt und im Gambas 3 seiner Distribution den Code öffnet und neu kompiliert. Unter Mint 22.x ist Gambas 3.19 verfügbar und lässt sich bequem über die Anwendungsverwaltung installieren. Dies wäre sogar der bessere Weg um entsprechende Abhängigkeiten unter XFCE oder Mate-Desktop aufzulösen, da ich selbst meist nur unter Cinnamon teste. Dennoch bleibe ich bei der aktuellen Gambas Version, da ich neue Funktionen und Fehlerkorrekturen gern mitnehme und ausprobiere.

 Hier kann L-Commander 0.1.9 heruntergeladen werden.

Ich wünsche ein gesundes, neues Jahr und viel Spaß mit der neusten Version.

Mfg Mintnix    

   

 

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